Startseite » Kaffeevollautomaten Vergleich » Wissen rund um Kaffeevollautomaten » Kaffeebohnen Test für den Kaffeevollautomaten, was Betriebe aus Bewertungen lesen
Ein Kaffeebohnen Test hilft bei der Vorauswahl, entscheidet aber nicht, welche Bohnen im Betrieb tragen. Verkostungen laufen meist mit Haushaltsmengen, einem einzelnen Gerät und geschulten Prüfern. In Büro, Praxis oder Gastronomie zählen dagegen Gleichmäßigkeit über viele Tassen, Verträglichkeit mit dem Mahlwerk, Gebindegröße und der Preis je Kilogramm. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie Bewertungen einordnen, welche Bohnen zum Kaffeevollautomaten passen und wie Sie im eigenen Haus testen.
Ein Kaffeebohnen Test bewertet in der Regel Aroma, Geschmack, Crema, Bitterkeit und je nach Prüfer auch Rückstände und Verpackung. Verbrauchermagazine wie die Stiftung Warentest und Fachmedien arbeiten dabei mit festen Verfahren, zum Beispiel mit sensorischer Prüfung durch ein geschultes Panel. Das ist hilfreich, wenn Sie wissen wollen, welche Bohnen grundsätzlich sauber verarbeitet sind.
Für einen Betrieb hat diese Information Grenzen. Getestet wird meist ein Produkt aus dem Handel, in kleinen Packungen und mit der Frage, wie es einem Haushalt schmeckt. Ihre Teeküche oder Ihr Café stellt andere Fragen. Wie verhält sich die Bohne nach drei Wochen im Behälter? Läuft das Mahlwerk gleichmäßig? Schmeckt der Milchkaffee noch, wenn ein Großteil der Gäste Cappuccino bestellt? Kein Testbericht beantwortet das für Ihr Gerät. Behandeln Sie ein gutes Testurteil deshalb als Einladung zum Probelauf und nicht als Kaufentscheidung.
Die Frage, welche Kaffeebohnen für den Kaffeevollautomaten geeignet sind, lässt sich über Eigenschaften beantworten statt über Marken. Im Büro mit gemischtem Publikum haben sich ausgewogene Mischungen bewährt, die nicht zu sauer und nicht zu bitter sind. Reine Arabica-Mischungen bringen meist mehr Fruchtigkeit und weniger Bitterkeit, Beimischungen von Robusta liefern kräftigere Crema und einen höheren Koffeingehalt. Beides kann im Betrieb richtig sein, es kommt auf den Geschmack Ihres Teams an.
Wichtiger als die Sorte ist die Verarbeitung. Ein Vollautomat mahlt, brüht und presst innerhalb weniger Sekunden. Gleichmäßig geröstete, trockene Bohnen liefern dabei reproduzierbare Ergebnisse. Ausführliche Hinweise zu Pulver und Bohnen finden Sie im Ratgeber Bohnen und Pulver im Vergleich.
Mild, fruchtig und aromatisch, geeignet für gemischte Teams und Milchgetränke.
Kräftiger Körper und stabile Crema, oft passend für Espresso und Milchkaffee.
Meist der sichere Mittelweg zwischen Säure und Bitterkeit im Büroalltag.
Dunkler, für starken Espresso und Milchspezialitäten, bei zu dunkler Röstung Gefahr von öligen Bohnen.
Wenn Sie Kaffeebohnen für den Kaffeevollautomaten auswählen, prüfen Sie zuerst die Verpackung. Ein Röstdatum oder zumindest ein Mindesthaltbarkeitsdatum zeigt, wie frisch die Ware ist. Ein Aromaventil im Beutel lässt Gase entweichen, ohne dass Luft eindringt. Große Gebinde mit einem Kilogramm sind für den Betrieb praktischer und pro Kilogramm meist günstiger, solange der Inhalt innerhalb einiger Wochen verbraucht wird.
Ebenso wichtig ist, was nicht in die Bohnen gehört. Aromatisierte, karamellisierte oder mit Zucker glasierte Bohnen können das Mahlwerk verkleben, hinterlassen Rückstände in der Brühgruppe und erhöhen den Reinigungsaufwand. Hersteller raten bei Vollautomaten außerdem häufig von sehr öligen Bohnen ab, weil sie den Bohnenbehälter und die Förderschnecke belegen. Prüfen Sie dazu die Bedienungsanleitung Ihres Geräts.
Ein hohes Gesamturteil sagt vor allem, dass Bohnen sauber produziert wurden und vielen Prüfern schmecken. Es sagt nichts über die Lieferfähigkeit, die Preisstabilität oder die Frische beim Kunden. Gerade im Handel wechseln Chargen, Röstungen und Preise. Wer heute eine gut bewertete Packung kauft, bekommt in sechs Monaten nicht zwingend dasselbe Produkt.
Hinzu kommt, dass Verbrauchertests selten die Anforderungen an Gebinde, Rechnungsstellung und Nachlieferung berücksichtigen. Betriebe brauchen meist eine feste Bezugsquelle, planbare Preise und eine Nachbestellung ohne Wartezeit. Das spricht dafür, ein bis zwei gut verträgliche Sorten fest auszuwählen und dann bei einem Lieferanten zu bleiben. Wer mit einer Bezugsquelle für den Betrieb arbeitet, findet Bohnen auch im Produktbereich Kaffeebohnen fürs Büro.
Die folgende Tabelle ordnet die wichtigsten Merkmale ein. Sie hilft dabei, Beschreibungen auf Packungen zu übersetzen und für den eigenen Betrieb zu entscheiden, welche Richtung zum Team passt. Die Werte sind Orientierung, keine Messwerte.
| Merkmal | Typische Wirkung | Eignung im Betrieb |
|---|---|---|
| Reine Arabica | mild, fruchtig, weniger Bitterkeit | Büro, Praxis, Kanzlei mit überwiegend Filterkaffee Gewohnten |
| Arabica mit Robusta | kräftiger, mehr Crema, mehr Koffein | Café, Hotel, Betriebe mit viel Espresso und Milchkaffee |
| Helle bis mittlere Röstung | mehr Säure, mehr Fruchtnoten | Betriebe mit Genießerpublikum, sorgfältige Einstellung nötig |
| Mittlere bis dunkle Röstung | runder, weniger Säure, bitterer | gemischtes Büro, Milchgetränke |
| Sehr dunkle, ölige Röstung | starke Bitterstoffe, Ölfilm | nur mit Freigabe des Geräteherstellers |
Mehr zur Einordnung von Sorten und Herkunft finden Sie im Ratgeber zu Kaffeeherkunft und Nachhaltigkeit. Wenn Bitterkeit im Becher das Thema ist, hilft der Beitrag Kaffee schmeckt bitter bei der Ursachensuche.
Ein eigener Test dauert ein bis zwei Wochen und ist aussagekräftiger als jeder Vergleich aus dem Handel. Sie brauchen dafür keine Laborausrüstung, sondern nur ein klares Vorgehen. Stellen Sie das Gerät vor dem Test sauber ein, spülen Sie den Bohnenbehälter aus und nutzen Sie dasselbe Wasser und denselben Wasserfilter für alle Sorten.
Wie Sie den Mahlgrad dabei sauber einstellen, erklärt der Ratgeber Mahlgrad einstellen. Wer die Mengen berechnen will, findet die Grundlagen im Beitrag zum Kaffeeverbrauch pro Tasse.
Der Deutsche Kaffeeverband nennt für eine Tasse Kaffee mit 125 bis 150 Millilitern sieben bis zehn Gramm Kaffee, für einen Espresso rund sieben bis neun Gramm. Aus einem Kilogramm Bohnen entstehen damit etwa 100 bis 140 Tassen. Im deutschen Kaffeepreis steckt zudem die Kaffeesteuer von 2,19 Euro je Kilogramm Röstkaffee. Die folgende Rechnung nutzt acht Gramm je Tasse und 22.000 Tassen im Jahr, das entspricht 100 Tassen an 220 Betriebstagen. Preise je Kilogramm sind Annahmen, ohne Umsatzsteuer.
| Preis je Kilogramm | Kosten je Tasse | Kosten pro Jahr bei 22.000 Tassen |
|---|---|---|
| 14 Euro | rund 11 Cent | rund 2.460 Euro |
| 20 Euro | 16 Cent | rund 3.520 Euro |
| 30 Euro | 24 Cent | rund 5.280 Euro |
Der Unterschied zwischen einer günstigen und einer hochwertigen Bohne liegt also bei Hunderten bis wenigen Tausend Euro im Jahr. Das lohnt sich oft, wenn die Zufriedenheit im Team und bei Gästen steigt, es lohnt sich nicht, wenn die teure Bohne für das Gerät ungeeignet ist und mehr Reparaturen verursacht. Den Gesamtzusammenhang aller Posten zeigt der Ratgeber Kaffeevollautomat Kosten im Betrieb.
Kaffee verliert nach dem Rösten und besonders nach dem Öffnen der Packung Aroma. Lagern Sie Bohnen kühl, dunkel, trocken und luftdicht, und füllen Sie nicht mehr in den Bohnenbehälter, als in etwa ein bis zwei Wochen verbraucht wird. Ein Vollautomat mit großem Behälter verleitet dazu, mehrere Kilogramm einzufüllen, die dann wochenlang Licht und Luft ausgesetzt sind. Besser ist eine kleinere Füllmenge und häufiger nachlegen.
Bei zwei Bohnenbehältern können Sie zwei Sorten parallel anbieten, etwa eine Standardmischung und eine Variante für Milchgetränke. Wie solche Geräte funktionieren, erklärt der Ratgeber zu zwei Bohnenbehältern.
Mit dem Preisrechner sehen Sie, welche Miet- und Kaufkorridore zu Ihrem Tagesbedarf passen, damit Gerät und Bohnen zusammenpassen.
Die meisten Probleme entstehen nicht durch schlechte Bohnen, sondern durch unpassende Entscheidungen. Wer sie kennt, spart Reinigungsaufwand und Ärger im Team.
Der letzte Punkt wird häufig vergessen. Manche Full-Service-Verträge sehen vor, dass bestimmte Bohnen bezogen werden. Lesen Sie die Vertragsbedingungen genau, bevor Sie auf eine andere Sorte wechseln. Mehr dazu im Produktbereich Full-Service-Vertrag.
Milchspezialitäten brauchen kräftigere Bohnen, weil der Milchanteil Aroma verdünnt. Eine mittlere bis dunkle Röstung mit etwas Robusta setzt sich im Cappuccino meist besser durch. Wer überwiegend Espresso und Kaffee ausschenkt, kann mit milderen, helleren Röstungen arbeiten. Ein guter Mittelweg ist eine ausgewogene Espressomischung, die sich auch als Kaffee gut trinken lässt. Welche Rezepte ein Gerät bietet, zeigt der Ratgeber zu Kaffeespezialitäten.
Welche Bohne passt, hängt vom Gerät, vom Publikum und vom Tagesbedarf ab. Die folgende Orientierung hilft bei der Auswahl, ersetzt aber nicht den Probelauf.
Ausgewogene Mischung, mittlere Röstung, Gebinde von einem Kilogramm, ein bis zwei Sorten.
Milde Mischung mit wenig Säure, kleine Füllmengen, damit der Kaffee frisch bleibt.
Espressomischung für Milchgetränke, Sortenwechsel mit Probelauf, gleichmäßige Lieferung.
Preis je Kilogramm und Lieferfähigkeit stehen im Vordergrund, große Gebinde, feste Bezugsquelle.
Er zeigt, welche Bohnen sauber verarbeitet sind und in einer Verkostung gut abschneiden. Ob die Bohne mit Ihrem Mahlwerk, Ihrem Wasser und über viele Tassen gleichmäßig läuft, klärt erst ein Probelauf im eigenen Betrieb.
Geeignet sind reine Röstbohnen ohne Aroma, Zucker oder Glasur in mittlerer Röstung. Eine ausgewogene Mischung aus Arabica und etwas Robusta passt in gemischten Teams meist am besten. Prüfen Sie zusätzlich die Hinweise des Geräteherstellers.
Sehr ölige Bohnen können Bohnenbehälter, Förderschnecke und Mahlwerk belegen und den Reinigungsaufwand erhöhen. Viele Hersteller raten deshalb im Vollautomaten davon ab. Entscheidend ist die Bedienungsanleitung Ihres Geräts.
Nach Angaben des Deutschen Kaffeeverbands braucht eine Tasse sieben bis zehn Gramm Kaffee. Aus einem Kilogramm entstehen damit rund 100 bis 140 Tassen, bei Espresso etwas mehr.
Meist passen Espressomischungen in mittlerer bis dunkler Röstung, weil sie sich gegen die Milch behaupten. Ein Anteil Robusta unterstützt Körper und Crema. Probieren Sie Milchgetränke gesondert, bevor Sie sich festlegen.
Frisch gerösteter Kaffee schmeckt am besten in den ersten Wochen. Füllen Sie nur so viel ein, wie in ein bis zwei Wochen verbraucht wird, und lagern Sie den Rest luftdicht, dunkel und kühl.
Besser nicht. Jede Sorte und Röstung verhält sich beim Mahlen anders. Stellen Sie nach dem Wechsel Mahlgrad und Brühmenge neu ein und prüfen Sie mehrere Bezüge, bevor Sie das Ergebnis bewerten.
Das hängt vom Anspruch Ihres Publikums ab. Bei 22.000 Tassen im Jahr kostet ein Preisunterschied von 10 Euro je Kilogramm rund 1.760 Euro. Für Cafés und Hotels rechnet sich Qualität oft, für Teeküchen mit gemischtem Publikum genügt meist eine solide Mischung.
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So rechnen Sie den Bedarf aus
Gleichmäßig und ohne Bitterkeit
Siegel und Anbau einordnen
Welche Getränke Betriebe anbieten