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Cold Brew Kaffeemaschine, für welchen Absatz sie sich im Gastrobetrieb rechnet und was die Technik verlangt

Cold Brew Kaffeemaschine, für welchen Absatz sie sich im Gastrobetrieb rechnet und was die Technik verlangt
Inhalt

Eine Cold Brew Kaffeemaschine lohnt sich im Gastrobetrieb, wenn kalte Kaffeegetränke regelmäßig und planbar nachgefragt werden, etwa in Café, Hotel oder Betriebsrestaurant im Sommer. Cold Brew entsteht durch Kaltextraktion und schmeckt milder und weniger bitter als gekühlter Filterkaffee. Die Technik reicht vom Vollautomaten mit Kaltfunktion bis zum Fass mit fertigem Konzentrat. Dieser Ratgeber erklärt den Unterschied zu Iced Coffee, nennt Lösungen für Betriebe und zeigt, wie Sie die Wirtschaftlichkeit prüfen.

Das Wichtigste in Kürze

Cold Brew Kaffeemaschine, was Cold Brew vom Iced Coffee unterscheidet

Beide Getränke werden kalt serviert, sie entstehen aber völlig verschieden. Der Unterschied bestimmt, welche Technik Sie brauchen.

  • Cold Brew entsteht, indem gemahlener Kaffee mit kaltem Wasser extrahiert wird. In der klassischen Variante dauert das viele Stunden, moderne Geräte verkürzen den Vorgang durch Druck oder Pulsation. Das Ergebnis ist mild, süßlich und säurearm.
  • Iced Coffee wird heiß gebrüht und danach gekühlt oder auf Eiswürfel gegeben. Er schmeckt frischer und kräftiger, aber schneller bitter, wenn er verdünnt wird.

Im Betrieb sind beide Varianten verbreitet. Iced Coffee gelingt mit jedem Vollautomaten, Cold Brew braucht eine eigene Funktion oder ein eigenes System. Ein Überblick über weitere Getränke steht im Ratgeber Kaffeespezialitäten.

Kaffeevollautomat Iced Coffee, so gelingt kalter Kaffee ohne Spezialtechnik

Wer Iced Coffee anbieten möchte, braucht nicht zwingend ein neues Gerät. Viele Betriebe kommen mit einem vorhandenen Vollautomaten aus, wenn sie drei Dinge beachten.

  • Stärkere Röstung oder Espresso verwenden, damit der Kaffee durch Eis nicht verwässert
  • Glas mit Eiswürfeln vorbereiten und den Kaffee direkt darübergießen
  • Optional Milch oder Sirup ergänzen, kalte Milch kommt aus dem Milchsystem oder einem Kühler

Für Philips Kaffeevollautomaten Iced Coffee gilt dasselbe. Mehrere Hersteller von Haushaltsgeräten, darunter Philips und De’Longhi, bieten Modelle mit Programmen für Kaltgetränke an, die Details nennt das jeweilige Datenblatt. Im Betrieb zählt die Dauerbelastung, siehe Haushalts oder Profigerät. Eis muss zusätzlich vorrätig sein, ein Eiswürfelbereiter oder Eisfächer gehört zur Planung.

Kaffeevollautomat Cold Brew Funktion, wie die Technik arbeitet

Eine Cold Brew Funktion im Vollautomaten extrahiert Kaffeemehl mit kaltem Wasser, ohne es zu erhitzen. Damit das in wenigen Minuten gelingt, nutzen Hersteller unterschiedliche Verfahren, etwa Pulsationen, höhere Kontaktzeiten oder besondere Brühgruppen. Die Hersteller beschreiben das Prinzip, die Details sind modellabhängig.

Technisch sind für Betriebe vor allem diese Punkte wichtig.

  • Das Gerät muss ein eigenes Programm für kalte Extraktion haben
  • Kaltes Wasser kommt aus Tank oder Festwasser und sollte nicht erwärmt werden
  • Die Brühgruppe benötigt je nach Verfahren gröber gemahlenes Kaffeemehl, ein einstellbarer Mahlgrad ist hilfreich, siehe Mahlgrad einstellen
  • Die Ausgabe sollte in ein Glas mit Eis erfolgen, das Gerät braucht dafür genug Platz unter dem Auslauf

Die Reinigung unterscheidet sich kaum von der heißen Variante, Brühgruppe und Leitungen müssen aber gleichmäßig gespült werden.

Jura Kaffeevollautomat Cold Brew, Schaerer und weitere Profigeräte

Im Profibereich gibt es mehrere Geräte, die kalte Getränke beherrschen. Die Angaben stammen von den Herstellerseiten, Stand Oktober 2026.

Die Reihenfolge ist alphabetisch und keine Empfehlung. Prüfen Sie im Gespräch mit Händler oder Anbieter, welche Modelle in Ihrer Größe kalte Extraktion bieten, und lassen Sie sich Referenzen nennen. Die Preise veröffentlichen die Hersteller nicht, Angebote kommen über Vertrieb oder Fachhandel.

Kaffeevollautomat Cold Brew De'Longhi, Haushaltsmodelle im Betrieb

De’Longhi bietet Vollautomaten mit Kaltgetränkefunktion an, die als Cold Brew oder Cold Extraction beschrieben werden. Die Modelle sind für Haushalte gedacht. Im kleinen Büro oder Hotelfrühstücksraum mit geringem Bedarf können sie funktionieren, bei mehr als wenigen kalten Getränken am Tag stoßen sie an Grenzen. Das betrifft Tankvolumen, Dauerbetrieb und Garantie.

Wer die Funktion testen möchte, kann mit einem Haushaltsgerät beginnen und den Absatz beobachten. Wichtig ist, die Kosten für Ersatz und Ausfallzeiten einzuplanen. Lesen Sie dazu auch den Ratgeber De’Longhi Kaffeevollautomat, der die Marke im Betriebseinsatz einordnet.

Kaffeevollautomat heiß und kalt, Fass, Konzentrat und Tank als Alternativen

Wer viele kalte Getränke ausschenkt, nutzt oft kein Vollautomat, sondern ein eigenes System für kalten Kaffee.

LösungFunktionsweiseEignung
Vollautomat mit KaltfunktionKaltextraktion per Knopfdruckwenige bis mittlere Mengen, ein Gerät für heiß und kalt
Iced Coffee aus dem Vollautomatenheiß gebrüht, über Eiskleiner Aufwand, kein Zusatzgerät
Cold Brew KonzentratKonzentrat mit Wasser oder Milch verdünnenplanbare Mengen, wenig Technik
Fass oder Tank mit Zapfhahnfertiger Cold Brew gekühlt gelagerthoher Absatz, eigene Kühlung nötig

Die Wahl hängt vor allem von der Menge ab. Ein Vollautomat spart Platz, ein Fass spart Zeit bei hohem Absatz. Alle Varianten brauchen Kühlung und Eis und sollten nach Herstellerangabe gelagert werden, denn Cold Brew ist ein Lebensmittel mit begrenzter Haltbarkeit.

Lohnt sich Cold Brew im Gastrobetrieb, so rechnen Sie den Absatz

Die Wirtschaftlichkeit hängt von drei Größen ab, nämlich Absatz, Marge und Mehrkosten für Technik. Das folgende Beispiel rechnet mit angenommenen Werten, die Sie durch Ihre eigenen ersetzen sollten.

  • Annahme 15 Cold Brews am Tag an 150 warmen Tagen ergibt 2.250 Getränke im Jahr
  • Annahme 2 Euro Deckungsbeitrag je Getränk ergibt 4.500 Euro im Jahr
  • Davon ziehen Sie die Mehrkosten für Gerät, Eis, Kühlung und Reinigung ab

Liegt dieser Betrag deutlich über den Mehrkosten, lohnt sich die Investition. Liegt er darunter, genügt Iced Coffee aus dem vorhandenen Gerät. Entscheidend ist eine ehrliche Schätzung des Absatzes, die Sie mit einer Testphase im Sommer überprüfen. Rechnen Sie zusätzlich mit Nachfrage nach Milchvarianten, siehe Milchschlauch oder Milchbehälter.

Gerätekosten für Ihren Betrieb

Im Preisrechner sehen Sie, was ein Vollautomat mit Milchsystem für Ihre Tassenzahl in Miete, Leasing oder Kauf kostet.

Was ein Gerät mit kalten Getränken kostet

Preise für Geräte mit Kaltfunktion veröffentlichen die Hersteller nicht. Als Orientierung dient der Marktkorridor für gewerbliche Kaffeevollautomaten aus öffentlichen Preisen, netto ohne Umsatzsteuer, Stand Oktober 2026.

Tassen am TagMiete im MonatKauf einmalig
bis 30etwa 29 bis 100 Euro800 bis 2.500 Euro
31 bis 100etwa 90 bis 235 Euro2.500 bis 5.000 Euro
101 bis 300etwa 195 bis 355 Euro5.000 bis 9.000 Euro
mehr als 300etwa 260 bis 480 Euro9.000 bis 21.000 Euro

Milchspezialitäten und Zusatzmodule heben die Untergrenze dieser Spannen. Zusätzliche Kosten entstehen durch Eisbereiter, Milchkühler und Verbrauchsmaterial, siehe Milchkühler.

Hygiene und Betrieb bei kalten Kaffeegetränken

Kalte Getränke verlangen eigene Vorsicht. Ohne Erhitzung gibt es keinen Keimabbau durch Hitze, deshalb zählen Sauberkeit und Kühlung doppelt.

Weitere Pflegehinweise finden Sie im Ratgeber Kaffeevollautomat reinigen.

Regeln für den Betrieb

Diese Punkte gelten für Cold Brew und Milch gleichermaßen.

Welche Lösung für welchen Betrieb

Die Entscheidung für Cold Brew hängt stark vom Betriebstyp ab.

  • Café und Bäckerei mit viel Laufkundschaft profitieren von einem Gerät mit Kaltfunktion oder Fass, weil kalter Kaffee ein Saisonprodukt mit hohem Aufpreis ist.
  • Hotel und Betriebsrestaurant können Iced Coffee aus dem Vollautomaten anbieten und bei Bedarf Konzentrat ergänzen.
  • Büro und Kanzlei brauchen selten Cold Brew, eine Eiswürfelmaschine und ein Vollautomat reichen im Sommer.
  • Messe und Events arbeiten oft mit Fass und Zapfhahn.

Im Zweifel starten Sie mit einer Saison Testphase, bevor Sie in Technik investieren. Die Seite Kaffeevollautomat für die Gastronomie zeigt, welche Geräte für hohe Mengen infrage kommen.

Häufige Fragen

Eine Cold Brew Kaffeemaschine extrahiert Kaffee mit kaltem Wasser statt mit heißem. Das Ergebnis ist mild und säurearm. Es gibt Vollautomaten mit Kaltfunktion, Fasssysteme und Geräte für Konzentrat.

Ja, im Prinzip schon. Sie brühen einen kräftigen Espresso oder Kaffee und gießen ihn über Eis. Eine eigene Cold Brew Funktion ist dafür nicht nötig.

Ja, einige Profigeräte bieten beides in einem Gerät. Schaerer nennt eine Hot und Cold Technologie, JURA bei der X10c acht kalt extrahierte Spezialitäten. Fragen Sie nach der Ausstattung Ihres Wunschmodells.

Sie benötigen ein Programm für kalte Extraktion mit kaltem Wasser, einen einstellbaren Mahlgrad und genug Platz unter dem Auslauf für ein Glas mit Eis. Details stehen im Datenblatt.

Laut Hersteller bietet die X10c acht kalt extrahierte Spezialitäten bei empfohlenen bis zu 100 Tassen am Tag. Preise veröffentlicht JURA nicht, Angebote kommen über den Fachhandel.

De’Longhi bietet Modelle mit Kaltgetränkefunktion an. Die Geräte sind für Haushalte gedacht und im Betrieb nur bei geringem Bedarf geeignet. Das genaue Modell prüfen Sie im Datenblatt.

Mehrere Philips Modelle bieten Programme für Eiskaffee. Für den gewerblichen Dauereinsatz sind es Haushaltsgeräte, daher sollten Sie die Garantiebedingungen prüfen.

Das hängt vom Absatz ab. Bei mehreren kalten Getränken täglich in der warmen Jahreszeit kann sich eine Kaltfunktion rechnen. Bei geringem Absatz genügt Iced Coffee aus dem vorhandenen Gerät.

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