Startseite » Kaffeevollautomaten Vergleich » Wissen rund um Kaffeevollautomaten » Selbstreinigung am Kaffeevollautomat, Grenzen und Abhilfe im Betrieb
Ein Kaffeevollautomat selbstreinigend zu nennen, trifft nur einen Teil der Wahrheit, denn die Automatik spült und reinigt, aber sie ersetzt die Handreinigung nicht. Spülprogramme beim Ein- und Ausschalten, Reinigungsprogramme mit Tablette und automatische Milchsystemreinigung entlasten den Alltag deutlich. Brühgruppe, Auslauf, Tropfschale und Bohnenbehälter brauchen trotzdem regelmäßig Handarbeit. Dieser Ratgeber zeigt, was die Automatik abdeckt, wo ihre Grenzen liegen und wie Sie im Betrieb einen Pflegeplan aufsetzen.
Auch bei Geräten mit viel Automatik bleibt ein fester Ablauf nötig. Er dauert im Alltag wenige Minuten und verhindert Störungen. So gehen Sie vor.
Wer den Ablauf als Plan aushängt, vermeidet Lücken, wenn mehrere Personen zuständig sind. Die komplette Anleitung finden Sie im Ratgeber Kaffeevollautomat reinigen.
Hersteller bezeichnen mehrere Funktionen als Selbstreinigung. Gemeint sind meist drei Programme, die im Hintergrund laufen.
Viele Geräte spülen beim Start und beim Ausschalten Leitungen und Auslauf mit heißem Wasser. Das entfernt Kaffeereste aus dem Weg zur Tasse, erreicht aber keine Ecken im Gehäuse.
Das Reinigungsprogramm löst Kaffeefette in Brühgruppe und Leitungen. Sie legen eine Tablette ein, das Gerät führt Spülzyklen aus. Das Programm dauert je nach Modell einige Minuten bis etwa eine halbe Stunde, siehe Bedienungsanleitung.
Bei Geräten mit Milchsystem startet die Spülung nach dem Bezug oder auf Knopfdruck. Sie spült Schlauch und Schäumer mit Wasser oder Dampf. Für die tägliche Hygiene ist das wichtig, ersetzt aber nicht das regelmäßige Zerlegen und Reinigen der Teile.
Details zur Programmwahl beschreibt der Ratgeber Reinigungsprogramm.
Der Begriff selbstreinigende Brühgruppe ist irreführend. Die Brühgruppe wird bei vielen Geräten beim Ein- und Ausschalten und im Reinigungsprogramm durchgespült, ihre Mechanik und die Siebe bleiben aber im Gehäuse und sammeln Kaffeefett und Mehl. Bei Geräten mit herausnehmbarer Brüheinheit sollten Sie sie deshalb weiterhin von Hand spülen, siehe Brühgruppe herausnehmbar.
Philips gibt als Richtwert an, die Brühgruppe wöchentlich unter fließendem Wasser zu spülen und etwa nach 500 Bezügen eine Fettlösetablette einzusetzen. Ein ähnliches Prinzip verfolgen die meisten Hersteller. Bei fest eingebauten Brühgruppen erledigt das Reinigungsprogramm den größeren Teil, die Kontrolle durch den Service bleibt aber nötig. Die genaue Handhabung steht im Ratgeber Brühgruppe reinigen.
Eine gute Ausstattung spart im Betrieb Zeit. Bei der Auswahl lohnen sich folgende Merkmale.
Sie lässt sich ohne Werkzeug entnehmen und unter Wasser spülen. Das ist der wichtigste Faktor für die Hygiene.
Programme für Spülung und Reinigung per Knopfdruck sparen Zeit und senken das Hygienerisiko.
Auslauf, Tropfschale und Abdeckungen sollten spülmaschinenfest oder leicht abwischbar sein.
Geräte mit Fernüberwachung melden Reinigungsbedarf und Füllstände, bei Franke zählen dazu laut Hersteller Digital Services mit Flottenüberwachung.
Franke nennt unter anderem die Technologie CleanMaster als Teil des Produktsortiments. Die Wirkung im Alltag hängt vom Gerät und der Pflege ab, daher sollten Sie sich die Reinigungsroutine im Angebot erklären lassen.
De’Longhi bietet Vollautomaten mit Spül- und Reinigungsprogrammen, die beim Einschalten, Ausschalten und nach Anzeige laufen. Eine echte Selbstreinigung im Sinne von keiner Handarbeit gibt es bei keinem Hersteller. Vor allem die Brühgruppe, der Milchbehälter und die Tropfschale müssen weiter von Hand gepflegt werden.
Für den Einsatz im Büro sollten Sie die Freigabe für den gewerblichen Gebrauch prüfen. Ein Überblick steht im Ratgeber De’Longhi Kaffeevollautomat, die Abgrenzung zu Profigeräten im Ratgeber Haushalts oder Profigerät.
Selbst bei umfangreicher Automatik bleiben Aufgaben, die kein Programm erledigt.
Bleibt die Handreinigung aus, drohen Verstopfungen, Gerüche und im schlimmsten Fall Schimmel, siehe Schimmel im Kaffeevollautomaten. Den Auslauf beschreibt der Ratgeber Auslauf reinigen.
Pflege scheitert im Betrieb selten an der Technik, sondern an der Zuständigkeit. Legen Sie fest, wer täglich leert und wer wöchentlich reinigt.
| Aufgabe | Intervall | Zuständig |
|---|---|---|
| Satzbehälter und Tropfschale leeren | täglich | Team oder Empfang |
| Auslauf abwischen | täglich | Team |
| Milchsystem spülen | täglich oder nach jedem Bezug | Team, oft automatisch |
| Brühgruppe spülen | wöchentlich | benannte Person |
| Reinigungsprogramm mit Tablette | nach Anzeige | benannte Person |
| Entkalken und Wasserfilter | nach Anzeige oder Härte | Service oder benannte Person |
| Tiefenreinigung und Prüfung | jährlich oder nach Vertrag | Service |
Den Rahmen für Intervalle und Wartungsvertrag beschreibt der Ratgeber Kaffeevollautomat Wartung.
Viele Betriebe verwechseln Reinigungsprogramm und Entkalkungsprogramm, dabei lösen sie verschiedene Probleme. Das Reinigungsprogramm entfernt Kaffeefett und Ölreste aus Brühgruppe und Leitungen. Das Entkalkungsprogramm löst Kalk aus Boiler und Thermoblock. Beide dürfen nie im selben Zyklus laufen, und beide verlangen ein anderes Mittel. Eine Reinigungstablette entkalkt nicht, ein Entkalker reinigt kein Fett.
Die Automatik erinnert in der Regel über das Display an beide Programme, der Zeitpunkt richtet sich nach Bezügen und eingestellter Wasserhärte. Stellen Sie die Härte deshalb am Gerät korrekt ein, mehr dazu im Ratgeber Kaffeemaschine entkalken. Wer die Meldung ignoriert, riskiert verstopfte Leitungen und lauwarmen Kaffee. Die Programme dürfen nicht unterbrochen werden, planen Sie sie in einem Zeitfenster ein, in dem niemand Kaffee braucht.
In Praxen, Hotels und Gastronomie gelten höhere Erwartungen an saubere Getränkeautomaten. Selbstbedienung durch Gäste bringt zusätzlich viele Berührungen von Tasten, Ausläufen und Ablagen. Dafür helfen drei Maßnahmen, die unabhängig vom Gerät funktionieren.
Welche Dokumentation für Ihren Betrieb vorgeschrieben ist, hängt von der Branche ab, klären Sie das mit Ihrer Hygienebeauftragten oder Ihrer Rechtsberatung.
Sobald viele Menschen ein Gerät nutzen, ist eine professionelle Tiefenreinigung sinnvoll. Ein Servicevertrag regelt sie planbar, inklusive Entkalkung, Filtertausch und Prüfung der Verschleißteile. Dazu zählen Büros ab etwa 30 Tassen am Tag, Gästebereiche, Praxen und Gastronomie. Bei Selbstbedienung für Gäste kommt hinzu, dass Lebensmittelhygiene eine Rolle spielt. Fragen Sie Ihre Hygienebeauftragten oder Rechtsberatung, welche Dokumentation für Ihren Betrieb nötig ist.
Hilfreich ist ein Vertrag, der Reaktionszeiten und Reinigungsintervalle festschreibt. Moderne Geräte melden Füllstände und Reinigungsbedarf per Telemetrie an den Anbieter, sodass der Techniker nicht nach Kalender, sondern nach tatsächlicher Nutzung kommt. Kaffee Partner nennt solche Telemetrie als Teil seines Services. Prüfen Sie im Angebot außerdem, ob Reinigungsmittel, Tabletten und Entkalker enthalten sind oder separat berechnet werden, denn das verändert die Kosten je Tasse spürbar. Fragen Sie auch nach Schulungen, denn ein kurzes Einweisungsgespräch für die zuständigen Personen spart später viele Störungen.
Im Preisrechner sehen Sie, was Miete mit Full Service für Ihre Tassenzahl kostet, inklusive Reinigung und Entkalkung durch den Techniker.
Die folgenden Fehler führen im Büro am häufigsten zu Störungen oder Geschmacksproblemen.
Welche Tabletten und Mittel passen, steht im Ratgeber Reinigungstabletten. Hartes Wasser verkürzt die Intervalle zusätzlich, mehr dazu im Ratgeber AquaClean Filter.
Diese Punkte vermeiden Sie mit einem festen Plan.
Nein. Alle Geräte brauchen Handreinigung, auch wenn Spül- und Reinigungsprogramme viel abnehmen. Auslauf, Tropfschale, Satzbehälter und bei herausnehmbarer Brühgruppe deren Spülen bleiben Aufgaben des Betriebs.
Gemeint sind meist Spülprogramme beim Ein- und Ausschalten, ein Reinigungsprogramm mit Tablette und eine automatische Milchsystemspülung. Sie ersetzen nicht das gelegentliche Zerlegen und Reinigen der Teile.
Nein. Die Brühgruppe wird durchgespült, Fett und Mehl sammeln sich aber trotzdem. Bei herausnehmbarer Brühgruppe spülen Sie sie wöchentlich, bei fest eingebauter prüft der Service sie regelmäßig.
Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Wichtig sind herausnehmbare Brühgruppe, automatisches Milchsystem, Reinigungsprogramme und Servicevertrag. Fragen Sie Anbieter nach Referenzen aus Ihrer Branche.
Täglich Satzbehälter, Tropfschale und Auslauf, wöchentlich die Brühgruppe. Das Reinigungsprogramm mit Tablette läuft nach Anzeige, bei Philips etwa nach 500 Bezügen als Richtwert für die Fettlösetablette.
Er spült Schlauch und Schäumer mit Wasser oder Dampf, das reicht für den Alltag. Milchbehälter und Dichtungen müssen Sie trotzdem regelmäßig zerlegen und reinigen, sonst bilden sich Beläge.
De’Longhi Geräte bieten Spül- und Reinigungsprogramme, ersetzen aber keine Handpflege. Brühgruppe, Milchbehälter und Tropfschale müssen weiter von Hand gereinigt werden, die Details nennt die Anleitung.
Bei hoher Nutzung, Gästebetrieb und Milchsystemen ist ein jährlicher oder vertraglich geregelter Service sinnvoll. Er prüft Verschleißteile, entkalkt gründlich und reinigt Bereiche, die Anwender nicht erreichen.
Geben Sie Ihren Bedarf an und erhalten Sie kostenlos Angebote passender Anbieter.
Der komplette Pflegeablauf
So spülen Sie die Brüheinheit
Ursachen und Abhilfe
Welche Mittel wann passen