Startseite » Kaffeevollautomaten Vergleich » Wissen rund um Kaffeevollautomaten » Kaffeevollautomat für die Gastronomie im Test, Geräteklassen nach Tagesleistung gegenübergestellt
Einen Kaffeevollautomat für die Gastronomie als Gesamtsieger aus einem Test gibt es nicht, weil unabhängige Verbrauchertests fast ausschließlich Haushaltsgeräte prüfen und Profigeräte nach Tagesleistung, Getränkeprogramm und Service sehr unterschiedlich ausgelegt sind. Sinnvoller ist ein Vergleich nach Geräteklassen. Kompakte Profigeräte schaffen laut Herstellern etwa 50 bis 100 Tassen am Tag, die Mittelklasse bis rund 200 Tassen und Hochleistungsgeräte 250 Tassen und mehr. Dieser Ratgeber stellt die Klassen gegenüber, ordnet die Siebträgermaschine ein und zeigt, welches Gerät zu Café, Hotel, Bäckerei und Restaurant passt.
Wer nach einem Test für Gastronomiegeräte sucht, findet meist Ergebnisse für Haushaltsgeräte. Verbrauchertests wie die der Stiftung Warentest prüfen in der Regel Kaffeevollautomaten für den Privatgebrauch, die für wenige Tassen am Tag ausgelegt sind. Für Profigeräte mit 100, 200 oder 300 Tassen am Tag gibt es keine vergleichbare unabhängige Prüfung mit einheitlichen Kriterien.
Dazu kommt, dass Gastronomiegeräte selten von der Stange gekauft werden. Hersteller wie Franke, Schaerer und WMF konfigurieren Mahlwerke, Milchsystem, Pulverbehälter und Bezahlsystem je Betrieb. Ein Gerät, das im Café ideal ist, kann im Hotel mit Selbstbedienung die falsche Wahl sein. Deshalb ordnet dieser Ratgeber nach Geräteklassen und Einsatz statt nach einer Rangliste. Wie sich Testberichte für Haushaltsgeräte lesen lassen, zeigt der Ratgeber Kaffeevollautomat Test.
Die Tabelle stellt die Klassen nach Tagesleistung gegenüber. Die Modellbeispiele stammen aus Herstellerangaben, alphabetisch je Klasse und ohne Wertung. Preise sind der Marktkorridor für gewerbliche Kaffeevollautomaten, Stand Oktober 2026, ohne Umsatzsteuer.
| Klasse | Tassen am Tag | Beispiele laut Hersteller | Miete im Monat | Kauf |
|---|---|---|---|---|
| Kompakt | bis etwa 100 | Franke A300, Jura W8 mit 50, Jura X10 mit 100 | 90 bis 235 Euro | 2.500 bis 5.000 Euro |
| Mittelklasse | 101 bis 200 | Jura GIGA X8 mit 200, WMF 1500 S+ mit bis zu 180 | 195 bis 355 Euro | 5.000 bis 9.000 Euro |
| Hochleistung | ab 250 | Franke A800 mit bis zu 250, WMF 5000 S+ mit bis zu 250 | 260 bis 480 Euro | 9.000 bis 21.000 Euro |
| Siebträger | abhängig von Gruppen und Personal | Modelle mit zwei und mehr Gruppen | je nach Ausstattung | je nach Ausstattung |
Die Preisspannen der Klassen überschneiden sich, weil Ausstattung wie Milchkühler, zweites Mahlwerk oder Bezahlsystem den Preis stark verändert. Milchspezialitäten heben die Untergrenze, ohne Servicevertrag sinkt die Miete. Die Geräte für Gastronomie stellt die Seite Kaffeevollautomat für die Gastronomie vor.
Kompakte Profigeräte passen in kleine Cafés, Bäckereifilialen mit Kaffee zum Mitnehmen, Friseure, Hotels mit wenigen Zimmern und Restaurants, in denen Kaffee nur nach dem Essen bestellt wird. Jura nennt für die W8 eine empfohlene Tageshöchstleistung von 50 Tassen, einen Bohnenbehälter mit 500 Gramm und einen Wassertank mit drei Litern. Die X10 ist laut Hersteller für 100 Tassen am Tag ausgelegt. Franke beschreibt die A300 als kompaktes Gerät für wenig Platz mit über 100 Getränken und einer automatischen Reinigung.
Wichtig in dieser Klasse ist die Frage nach dem Wasseranschluss. Geräte mit Tank sind flexibel, müssen aber im Betrieb regelmäßig nachgefüllt werden. Für Geräte im Gästebereich bietet sich ein kleines, leises Modell an, Hinweise gibt der Ratgeber kleiner Kaffeevollautomat.
In der Mittelklasse finden sich die meisten Geräte für Hotels mit Frühstücksbuffet, Bäckereien mit Café und Restaurants mit regem Kaffeegeschäft. Zwei Mahlwerke für Espresso und Café Crème, ein gekühltes Milchsystem und Festwasseranschluss sind hier Standard.
Jura nennt für die GIGA X8 zwei Keramikscheibenmahlwerke mit Bohnenbehältern zu je 650 Gramm und eine empfohlene Tageshöchstleistung von 200 Tassen. WMF gibt für die WMF 1500 S+ bis zu 180 Tassen am Tag an, mit zwei Mahlwerken, bis zu drei Behältern für Bohnen oder Topping und automatischer Reinigung von Kaffee- und Milchsystem. Ein großes Display mit Produktbildern erleichtert in beiden Fällen die Selbstbedienung. Wer viele Gäste gleichzeitig bedient, sollte auf die Stundenleistung bei Milchgetränken achten, nicht nur auf die Tagesleistung.
Für Systemgastronomie, große Hotels, Kantinen mit Barista-Anspruch und Coffee Shops mit hohem Durchsatz gibt es Hochleistungsgeräte. Franke nennt für die A800 bis zu 250 Tassen am Tag, bis zu drei Mahlwerke, bis zu zwei Pulverdosierer und ein Drei-Boiler-System, das Kaffee, Milch und heißes Wasser parallel ausgibt. WMF gibt für die WMF 5000 S+ bis zu 250 Tassen am Tag an, mit Dynamic Milk, einer Sirupstation und einem Pulverbehälter für Schokolade.
Eversys richtet seine Baureihen Cameo, Enigma und Shotmaster an Cafés und Betriebe mit sehr hohem Durchsatz, die Barista-Qualität ohne geschultes Personal wollen. Laut Anbieter lassen sich zentrale Module in unter 45 Minuten tauschen. Ab dieser Klasse lohnt oft auch die Frage, ob zwei mittlere Geräte nicht ausfallsicherer sind als ein großes. Die Profile von Eversys und Franke Coffee Systems geben einen Überblick über die Baureihen.
Geben Sie im Preisrechner Tassenzahl, Milchgetränke und Spitzenzeiten an und vergleichen Sie Angebote für Kauf, Miete und Leasing.
Auch für Siebträgermaschinen in der Gastronomie gibt es keinen neutralen Test mit einheitlichen Kriterien. Der Siebträger ist das Werkzeug für Betriebe, in denen Kaffee ein Kernprodukt ist und geschultes Personal hinter der Theke steht. Die Barista dosiert, tampert und schäumt die Milch von Hand. Das Ergebnis kann besser sein als aus jedem Vollautomaten, hängt aber stark vom Können ab.
| Kriterium | Kaffeevollautomat | Siebträgermaschine |
|---|---|---|
| Bedienung | Knopfdruck, auch Selbstbedienung | nur geschultes Personal |
| Gleichbleibende Qualität | hoch, unabhängig vom Personal | abhängig von Barista und Schicht |
| Leistung in Spitzenzeiten | begrenzt durch Brüheinheit und Milchsystem | abhängig von Gruppen und Personal |
| Präsentation | modernes Gerät mit Display | Handwerk als Teil des Erlebnisses |
| Zusatzgeräte | keine, Mahlwerk integriert | separate Mühle, Tamper, Milchkännchen |
| Reinigung | weitgehend automatisch | Rückspülen und Handreinigung täglich |
Zwischen beiden gibt es Hybridlösungen, etwa die halbautomatische S700 von Franke für Baristas oder Vollautomaten mit Barista-Modus. Einen ausführlichen Vergleich bietet der Ratgeber Vollautomat oder Siebträger, Geräte zeigt die Seite Siebträgermaschine für die Gastronomie.
Statt sich auf ein fremdes Urteil zu verlassen, vergleichen Sie Geräte anhand der Kriterien, die in Ihrem Betrieb zählen. Bitten Sie Anbieter um eine Vorführung mit Ihren Bohnen und Ihrer Milch.
Bei der Wahl des Designs für den Gästebereich hilft der Ratgeber Kaffeevollautomat Design, bei der Bedienung über große Displays der Ratgeber Kaffeevollautomat mit Touchscreen.
Ein ausgefallenes Gerät am Samstagvormittag kostet ein Café mehr als jeder Preisunterschied beim Kauf. Prüfen Sie deshalb das Servicenetz so gründlich wie das Gerät. WMF nennt auf seiner Serviceseite über 330 eigene Techniker in Deutschland, Melitta Professional einen werkseigenen Kundendienst mit über 400 Technikern weltweit und in der Regel einer Lösung am gleichen Tag. Franke gibt an, dass der Kundendienst in Deutschland an sieben Tagen in der Woche erreichbar ist.
Vereinbaren Sie Reaktionszeiten schriftlich und klären Sie, ob bei längerer Reparatur ein Ersatzgerät gestellt wird. Telemetrie, wie sie Franke, Schaerer und WMF anbieten, meldet Störungen oft, bevor sie den Betrieb stoppen. Was ein Servicevertrag enthält, zeigt die Seite Full-Service-Vertrag.
Schriftlich vereinbaren, besonders für Wochenende und Feiertage.
Bei längerer Reparatur ein Leihgerät im Vertrag festhalten.
Fernüberwachung meldet Störungen und Wartungsbedarf früh.
Die folgende Zuordnung zeigt, welche Geräteklasse für typische Gastronomiebetriebe meist passt. Sie ersetzt keine Beratung vor Ort.
| Betrieb | Typischer Bedarf | Passende Lösung |
|---|---|---|
| Café mit Fokus auf Kaffee | hoch, Qualität im Vordergrund | Siebträger oder Hochleistungsvollautomat mit Barista-Funktionen |
| Bäckerei mit Kaffee zum Mitnehmen | mittel bis hoch, Spitzen am Morgen | Mittel- oder Hochleistungsklasse mit zwei Mahlwerken |
| Hotel mit Frühstücksbuffet | hoch in kurzer Zeit, Selbstbedienung | Mittelklasse oder mehrere Geräte mit großem Display |
| Restaurant | gering bis mittel, nach dem Essen | Kompaktklasse oder Siebträger mit einer Gruppe |
| Kantine und Events | sehr hohe Spitzen | Hochleistungsklasse oder Filterkaffee für große Mengen |
Wer das Gerät nicht kaufen will, findet im Ratgeber Kaffeevollautomat für die Gastronomie mieten die Konditionen. Einen neutralen Überblick über alle Gerätegruppen bietet der Ratgeber Kaffeevollautomat Vergleich.
Einen neutralen Gesamtsieger gibt es nicht, weil unabhängige Verbrauchertests fast nur Haushaltsgeräte prüfen. Profigeräte unterscheiden sich stark nach Tagesleistung und Ausstattung. Vergleichen Sie Geräte deshalb nach Ihrer Tassenzahl, Ihren Getränken und dem Service vor Ort.
Die Stiftung Warentest prüft in ihren Tests in der Regel Kaffeevollautomaten für den Haushalt. Für Profigeräte mit hoher Tagesleistung gibt es keine vergleichbare unabhängige Prüfung. Herstellerangaben und Vorführungen sind deshalb die wichtigste Grundlage.
Auch für Siebträgermaschinen in der Gastronomie gibt es keinen neutralen Test mit einheitlichen Kriterien. Entscheidend sind Zahl der Gruppen, Kesselsystem, Mühle und das Können des Personals. Lassen Sie sich das Gerät vor dem Kauf mit Ihren Bohnen vorführen.
Rechnen Sie mit Ihrem Tagesbedarf plus Reserve und achten Sie auf Spitzenzeiten. Kompakte Profigeräte schaffen laut Herstellern etwa 50 bis 100 Tassen am Tag, die Mittelklasse bis rund 200 und Hochleistungsgeräte 250 und mehr.
Im Marktkorridor kosten Geräte für 101 bis 300 Tassen am Tag etwa 5.000 bis 9.000 Euro im Kauf oder 195 bis 355 Euro Miete im Monat. Für mehr als 300 Tassen liegen die Werte bei etwa 9.000 bis 21.000 Euro oder 260 bis 480 Euro Miete, jeweils ohne Umsatzsteuer.
In der Regel nicht. Haushaltsgeräte sind für wenige Tassen am Tag ausgelegt, haben kleine Behälter und oft keine gewerbliche Gewährleistung. Bei Dauerbetrieb verschleißen sie schnell, und ein Ausfall trifft den Umsatz direkt.
Der Vollautomat liefert gleichbleibende Qualität auf Knopfdruck und eignet sich für Selbstbedienung. Der Siebträger passt zu Betrieben, in denen Kaffee ein Kernprodukt ist und geschultes Personal arbeitet. Viele Betriebe kombinieren beide.
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Wie Sie Testberichte richtig lesen
Geräteklassen neutral gegenübergestellt
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Leistung, Service und Kosten